2. DRM-Lauf ADAC-Wikinger Rallye 2009.

Nun ist es also soweit… Nach einer aus Schraubersicht viel zu kurzen und Fahrersicht viel zu langen Winterpause geht’s also wieder los und wie!!!

Vergessen sind all die Strapazen, Probleme und was noch so alles schief ging im Winter…
Wir schreiben Donnerstag, den 02.04.2009, 20:15 Uhr und stehen bei der Papierabnahme der Wikinger-Rallye. Ist schon ein tolles Gefühl, wenn man das erste Mal an einem DRM-Lauf teilnehmen kann und etliche Top-Teams aus Deutschland Dänemark dabei sind. Nachdem nun also alle Unterlagen in unseren Händen waren, wurde noch der Ablauf für den nächsten Tag besprochen.

Freitagmorgen um 6:00 Uhr in der Frühe trafen wir auf der Freiheit ein, wo wir unseren Serviceplatz bezogen. Kurz danach stand die Erstellung des Gebetbuches auf dem Plan. Um 15:00 Uhr kehrten wir ins Rallyezentrum zurück und waren zu tiefst beeindruckt und fasziniert, was für tolle und anspruchsvolle WP`s man hier aus dem Ärmel gezaubert hat!

Danach konnten wir auch schon direkt zur Technik, wo alles sehr schnell über die Bühne ging. Ein kurzer Service noch und schon stand der Ascona im Startpark.

Langsam stieg die Anspannung bei uns, als wir das Parc ferme betraten, um zur ersten ZK zu fahren. Hält die neue Technik (Motor, Bremsen, Hinterachse)???

Zum Glück blieb wenig Zeit darüber nachzudenken, denn schon ein paar Minuten Später standen wir auf der Startrampe.Weiter ging es zur ersten Prüfung in Lottorf. Letztes Jahr war es schon eine tolle Kulisse hier, was allerdings dieses Mal bei weitem übertroffen wurde!!!

Als „0-Wagen“ durften wir zwar in den Rundkursen nur 1 volle Runde plus Ausfahrt fahren, aber trotzdem war es ein tolles Erlebnis vor so einem Publikum zu fahren!!!
Als die letzte Lampe der Startampel erlosch, ging es zur Sache. Die erste halbe Runde zum eingewöhnen (konnte vorher mit dem Auto gerade mal 2 Kilometer fahren), dann wuchs schnell das Vertrauen in Bremse, den Leistungszuwachs und das verbesserte Fahrverhalten.
Im Ziel waren wir dann überglücklich, dass alles reibungslos passte...
So kann die Premiere weitergehen und alles ist gut!
Zurück auf der Freiheit wieder in den Service, Routine-Check und auch hier alles im grünen Bereich… Perfekt, also ab ins Parc ferme.

Die Nacht war wieder sehr kurz, da es um 8:00 Uhr am Samstag zur zweiten Etappe ging.
Bestens gelaunt, lediglich ein bisschen müde um die Augen, starteten wir zur WP 2. Auch hier und in den nächsten Prüfungen lief alles traumhaft. Auch im 2. Service nach WP 4 keine Probleme.
Also weiter ging es bis zur WP 6, Nordschau.

Als wir auf eine lange Gerade ca. 650m fuhren und im 5. Gang ausgedreht auf eine Rechts 1 zufuhren war noch alles bestens. Dann wendete sich das Blatt aber schlagartig beim Beschleunigen.
Der Motor setzte auf einmal nicht mehr die komplette Leistung frei und hörte sich auch nicht mehr normal an. Ein kurzer Blick auf die Instrumente… Hmm alles gut.
Da ich aber das Triebwerk nicht komplett zerstören wollte, fuhren wir im Schritttempo ins Ziel und stellten den Wagen schweren Herzens ab…
Erste Vermutung, Lagerschaden. Nähere Info demnächst…
Das war’s dann also… Nach einer Stunde Wartezeit ging es auf dem Trailer zurück nach Schleswig, wo uns nur noch das Zusehen blieb.
Nachdem wir uns im Rallyezentrum abgemeldet und unseren Service-Platz zurückgebaut hatten, ging es nach Hause…

Was soll’s, das ist eben Motorsport. Eben noch hui, jetzt schon pfui…

Aber nach der Rallye ist vor der Rallye… Am kommenden Wochenende steht das Rallye-Doppel in Knesebeck an. Nun heißt es Ärmel hoch, den Ersatzmotor einbauen und das zerbröselte Triebwerk zu Risse Motorsport!!!

Wir möchten den Veranstaltern der Wikinger-Rallye für die tolle DRM-Premiere gratulieren. Es war einfach spitze!!!

Bedanken möchten wir uns bei unseren Sponsoren und der gesamten Crew vom

 

Rallye-Team Olaf Gennat / Volkmar Knop.

Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen mit Euch!!!

Bilder / Video