Bericht SMC-Stade-Rallye 2009.

Gelungene Premiere für Jörn Andresen als Beifahrer und eine Veranstaltung der Extra-Klasse lautet unser vorzeitiges Fazit der Stade-Rallye 2009.

Nun aber der Reihe nach…

Mit großer Vorfreude auf den ersten Einsatz im Rallyefahrzeug trat Jörn zusammen mit mir in aller Herrgottsfrühe die Reise ins 200 km entfernte Visselhövede an.
Die große Anspannung war ihm anzumerken und die steigerte sich von Minute zu Minute und Kilometer zu Kilometer, je näher der große Augenblick kam.
Pünktlich um halb sieben trafen wir am Zielort ein und erledigten die üblichen Formalitäten, wie Dokumenten- und Technische Abnahme.
Gleich danach ging es dann zum ersten Mal auf das Veranstaltungsgelände…
Jetzt stand die Erstellung des Gebetbuches auf der Tagesordnung. „Das ist doch verrückt. Alles was ich theoretisch mit Volkmar und auch selbst geübt habe, ist plötzlich weg!?!“, haderte Jörn mit der Situation.
Sicherlich war diese Veranstaltung als Premiere für einen Beifahrer nicht der leichteste Einstieg. Leider konnten wir uns das aber nicht aussuchen.
Ein paar aufmunternde Worte für den Co wirkten Wunder. Und auch trotz kleinerer Pannen erledigten wir die Besichtigungsrunde schließlich erfolgreich.
Nun hieß es warten, bis endlich der Start erfolgte.
Um 11:36 Uhr war es endlich soweit und wir rollten von der ZK zur Startlinie.
Auf dem Platz neben mir erreichte die Spannung seinen Höhepunkt, als der Starter die letzten Sekunden herunterzählte…
3…2…1…ab!
Die erste Prüfung, welche auch als WP3 gefahren werden sollte, lief bis auf einen Dreher recht gut. Das lag aber nicht am Beifahrer…
Hier zeigte sich schon, dass es hier kein Kinderspiel sein sollte, sondern sehr anspruchsvoller Rallyesport für beide Piloten.
An der Ziel-ZK der WP1 wich beim Beifahrer die Anspannung einem breiten Grinsen…
Auf den Prüfungen 2 und 4 kam Jörn schon etwas besser mit dem Vorlesen der Streckenangaben zurecht, da diese Prüfungen nicht so extrem eng waren.
In den Durchgängen 5 und 6 lief es dann immer besser zwischen der Besatzung und somit konnten wir auch dank wieder zuverlässiger Technik die Rallye beenden.

Jörn war nicht zufrieden mit seiner Leistung. „Ich war so oft raus“, ärgerte er sich. Für die erste Rallye und dazu noch bei so einer anspruchsvollen, war es eine gute Leistung. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch ein Beifahrer lernt bei jeder Rallye noch etwas dazu, um sich zu verbessern.

Also Jörn, es war eine gute Leistung und was bestimmt nicht selbstverständlich ist, wir haben auf allen sechs Prüfungen die korrekte Rundenanzahl gefahren! Da haben sogar Routinierte Beifahrer gepatzt…

Hier noch eine Beurteilung und Worte an den Veranstalter, SMC Stade:

Da ich diese Rallye noch nicht gefahren habe, war ich gespannt, was einen dort erwartet. 3 Rundkurse mit zum Teil gleichen Streckenanteilen. Ob dass nicht langweilig wird???
Nein, keineswegs!
Hier haben die Verantwortlichen des SMC Stade es verstanden auf einem relativ kleinen Areal eine anspruchsvolle, abwechslungsreiche und kompakte Rallye zu zaubern.
Durch die unzähligen und schnell aufeinander folgenden Kurven hat man das Gefühl, man fährt A-E Prüfungen. Einfach gut.
Besonders das kleine Schotterstück der WP 2 und 4 vermittelt ein wenig 3-Städte-Rallye-Feeling, einfach klasse!!!
Davon gerne mehr!!!
Kurven die man schneiden kann, ohne störende Tonnen oder Barken. Die Steine sind halt Natur .
Macht weiter so!!!
Wer sich da über die Streckenverhältnisse beschwert, der soll mit dem Rallye fahren aufhören oder auf die Rundstrecke gehen!!!
Auch die Einhaltung des Zeitplanes und eine Siegerehrung, früher als geplant und das trotz PC-Problemen, Hut ab meine Herren.
Ebenfalls ist die familliere Atmosphäre ein weiterer Pluspunkt für die Veranstaltung.
Nenngeldermäßigung für Teams mit weiterer Anreise, sowie Preisgelder sind auch nicht alltäglich.
Dickes Kompliment und wenn der Wald wieder ruft, sind wir 100%-tig wieder dabei!

Bilder / Video

(Fotos : Christian Kuhr )