Bericht Visselfahrt und Rallye Buten un Binnen.

2 Klassensiege bei der Visselfahrt und Rallye Buten un Binnen für das Rallye-Team Gennat / Knop!!!

Am Freitagmittag machten wir uns auf den Weg nach Liebenau, um nach Ankunft die Abnahmen und die Erstellung des Gebetbuches zu erledigen.

Noch einige Kilometer von Hamburg entfernt wurde klar, dass unser Vorhaben doch etwas zu optimistisch für die aktuelle Verkehrsituation war.
Dank eines 12km langen Staus vor dem Elbtunnel und einem weiteren auf der A7, verbrachten wir 2 nicht so angenehme Stunden auf dem
Asphaltband Richtung Süden. Schließlich konnten wir wenigstens, nach 5 Stunden Anfahrt, die Kontrolle der Papiere und des Fahrzeuges hinteruns bringen.
Am Rallyezentrum trafen wir uns schließlich auch mit Thorsten und Michael, die uns für die Nacht ein super Privathotel zur Verfügung stellten!!!
Vielen Dank Euch Beiden für alles!!! Wir kommen gerne wieder. Hat riesigen Spaß gemacht…
Am frühen Samstagmorgen konnten wir schließlich die Wertungsprüfungen besichtigen. Das war schon ein Erlebnis, denn wer schon mal auf dem IVG-Gelände war, weiß wie eng es dort größten Teils ist. So hatten wir an einigen Stellen auch Mühe mit dem Servicefahrzeug (Opel Movano), die Strecke zu befahren.

Mit reichlichen Schweißperlen auf der Stirn, brachten wir das Fahrzeug wieder zurück nach Liebenau ins Rallyezentrum.

Das Gelände und die Prüfungen sind der absolute Hammer!!! Wie soll ich Dir das denn im Wettbewerbstempo alles so schnell erzählen???“, staunte Volkmar die berühmten „Bauklötze“. Schließlich durfte er zum ersten Mal live die „Tiefen und Schönheiten“ des IVG-Geländes bestaunen. Ja dass diese Veranstaltungen wohl die anspruchvollste und härtesten der Saison werden würde, wusste ich aber schon vorher. In früheren Jahren hatte ich schon zwei Mal vergeblich versucht diese Rallyes wenigstens zu beenden. Mit mäßigem Erfolg allerdings. Ein Motorschaden und ein technischer Defekt standen bisher zu Buche.

Also alle guten Dinge sind drei, oder wie heißt es so schön??? Und dieses Sprichwort sollte sich wieder einmal bewahrheiten!!!

Um 10.01 Uhr fiel die Starflagge für das erste Fahrzeug und so rollten wir und 85 weitere Teams an den Start.

Die ersten drei Prüfungen gingen wir etwas verhalten an, um uns an die erschwerten Bedingungen hier zu gewöhnen. Beim anschließenden Regrouping lichtete sich bereits das Feld gewaltig. Temperaturen von gut 20° und feuchter Gewitterluft verlangten Fahrern und Autos alles ab. „Wir müssen den Aufschrieb etwas kürzen. Mit teilweise 6 Angaben zu einer Kurve komme ich einfach nicht hinterher“, bemerkte der Co-Pilot.

In der zweiten WP hatten wir, mit dem für die schnell aufeinander folgenden Kurven, doch etwas zu umfangreichen Aufschrieb, so unser Aha-Erlebnis…

Der Streckenposten an dieser Stelle hat sich wahrscheinlich über die kurzfristig geänderte Streckenführung etwas gewundert. Allerdings waren wir an dieser Stelle nicht das einzige Team mit Problemen der Streckenführung, wie sich in einigen Benzingesprächen nach der Zieldurchfahrt herausstellte.

Nach der Pause galt es die Prüfungen zum zweiten Mal zu absolvieren. Aber wer glaubt dass dieses etwas leichter sein sollte als im ersten Durchlauf, irrt sich gewaltig. Denn mit jedem Fahrzeug, welches über die „Grüne Hölle“ Niedersachsens fuhr, änderte sich die Strecke ungemein.

Plötzlich gab es dort reine Schotterkurven, Wellen und Absätze wurden immer größer und plötzlich entstanden „Kiesbetten“ aus pflastersteingroßen Beton- und Asphaltbrocken mitten auf der Ideallinie.

Endlich lief mal alles wie am berühmten „Schnürchen“ und wir beendeten die Visselfahrt mit dem ersten Klassensieg für das Rallye-Team Olaf Gennat / Volkmar Knop.

Nach der Mittagspause galt es erneut 2 Mal die drei Prüfungen zu befahren.

Bei der Buten und Binnen nahmen dann nur noch 69 Teams teil. Der Rest war bereits gestrandet.

Auch bei den folgenden Umläufen wurde es nicht langweilig. Zudem hatten wir am Ende mit einem doch etwas „schwächelnden“ Getriebe zu tun, welches die Gänge nicht mehr kommentarlos wechselte.

Trotzdem reichte es auch hier zum Klassensieg in der H15 und somit zu einem vorher nie erwarteten Doppelerfolg!!!

Überglücklich und mit einigen Litern nach außen verlagerter Körperflüssigkeit konnten wir im Ziel das Glas Sekt genießen.

Einen neuen Weg beschritten die Veranstalter bei der Zeitnahme. Ein dickes Kompliment dafür!!!

An jeder Ziellichtschranke einer WP wurde die Zeit jedes Teilnehmers direkt an das Rallye-Büro und den Zeitenmonitor im Rallye-Zentrum übertragen. Ein wirklich toller Service.

Auch der Zeitplan wurde fast zu 100% eingehalten und so konnten wir und die übrigen Sieger die Pokale ab 21.45 Uhr in Empfang nehmen.

Schließlich trafen wir müde, erschöpft, aber glücklich um 3.00 Uhr morgens wieder zu Hause ein.

Die Ergebnisse machen Lust auf mehr… Bei dem Holsten-Rallye-Doppel am 01.08.2009 geht es in die nächste Runde…

Bilder / Video

(Foto: Jürgen von Schassen)

(Fotos 1 - 5 : Christian Kuhr )